Ida HaendelBündelnde Kraft |
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Im Akademiekonzert des Bayerischen Staatsorchesters gastiert mit Ida Haendel
eine der überragenden Geigerinnen des Jahrhunderts. Vor gut
zwei Jahren hat sie die Partiten und Sonaten für Violine Solo
von Johann Sebastian Bach aufgenommen, und vielleicht war kein Geiger
seit ihrem Lehrer George Enescu zu einer so bezwingend zusammenhängenden,
die weiten Spannungsbögen artikulierenden Darstellung imstande.
Die Energie und Vitalität ihres Wesens, ihr unmittelbarer Zugriff,
ihre natürliche Würde machen ihr Spiel unverwechselbar.
Sergiu Celibidache hat mit keinem anderen Geiger so viel musiziert
wie mit ihr, und 1953 machten sie zusammen in London die letzte
Aufnahme vor Celibidaches endgültigem Plattenbann: Das Brahms-Konzert,
nach wie vor eine Referenzeinspielung. |
Ida Haendel ist vor allem mit den
großen Konzerten von Brahms, Sibelius, Beethoven oder Tschaikowskij
berühmt geworden. Doch immer wieder hat sie sich für einige
von ihr besonders geliebte zeitgenössische Werke eingesetzt,
z. B. von Luigi Dallapiccola, Allan Pettersson oder Benjamin Britten.
In München musiziert sie das Britten-Konzert zusammen mit dem
finnischen Dirigenten Paavo Berglund: "Ein feiner, echter Musiker.
Man kann so viel von ihm bekommen, von ihm lernen. Er ist eigentlich
ein Dirigent für Musiker. Dem Publikum bietet er keine überflüssigen
Gesten." CD-Tips: |