








Lokaltermin in Tiengen. Im Tiengener Schloß, in welchem der
große Sohn der kleinen Stadt zur Welt kam,
betreten wir das winzige, unbeheizbare Kaminski-Zimmer, der Reliquienschrein
der Heinrich-Kaminski-Gesellschaft. Herbert Müller-Lupp, der
Vorsitzende, und Wolfgang Zimmermann, der Archivar, zeigen uns
die große Büste des Komponisten, das Verzeichnis der
Bestände und Kopien der ausgelagerten
Originalnoten. Wir frieren bei winterlichen Temperaturen, doch das
gemeinsame Interesse und die
herzliche Atmosphäre halten uns bei der Stange. Hier, in dieser
unwirtlichen Klause, verbringen ein
paar wirkliche Idealisten ihren Feierabend im Dienst einer großen
Sache.
Das Heinrich-Kaminski-Archiv im Stadtarchiv Waldshut, unweit eines
gewaltigen Schweizer
Kernkraftwerks auf der anderen Seite des Rheins profan im Gewerbegebiet
angesiedelt.
Dr. Reiner Bölhoff sichtet und erweitert die Bestände
der Sammlung. Herbert Müller-Lupp wirft
die Netze der Kaminski-Gesellschaft in der musikalischen Welt aus.
Unersetzliches findet sich hier:
Autographe, die Partitur des monumentalen 69. Psalms mit Revisionseintragungen,
die
Kaminski-Sammlung aus dem Nachlaß Reinhard Schwarz-Schillings.
Angeregte Diskussion über
geplante Partiturneudrucke, darunter zwei Werke (Suite für
Orchester, Doppelfuge für Streichorchester),
die bald als Faksimile-Erstausgaben in der Studienpartitur-Reihe
Repertoire Explorer erscheinen werden.
Wir sind in Goldwäscher-Stimmung.
Heinrich Kaminski Gesellschaft e. V. · Hauptstr. 20 ·
79761 Waldshut-Tiengen
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