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Juan JosÉ Chuquisengo · CD Reviews

Transcendendant Journey · Juan José Chuquisengo
works of Bach, Foulds, Händel, Beethoven/Liszt, Corigliano, Schumann, Prokofief
BMG/Sony CD 93829 (72'40 min., recorded 2003, released on March 21, 2005)

maurice ravel · piano works · juan josé chuquisengo
BMG/Sony 87854 (51 min., recorded at February 2002, released in autumn 2002)

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Juan JosÉ Chuquisengo · Concert Reviews

Begeisterte Zuhörer bei Galakonzert der Hessingpark-Clinic:
Juan José Chuquisengo verzaubert sein Publikum

Augsburg, 27. November 2005 (gb)
Alte Meister aus dem "Massengrab der Belanglosigkeit zu holen" und sie mit virtuosem Fingerspitzengefühl und unglaublicher Intensität zeitgenössisch zu interpretieren, das beherrscht der peruanische Klaviervirtuose Juan José Chuquisengo wie kaum ein anderer Künstler seines Faches. Davon waren, wie schon beim ersten Konzert an gleicher Stelle im Vorjahr, die etwa 200 Zuhörer beim Galakonzert am Samstagabend im Foyer der Hessingpark-Clinic überzeugt. Sie bedachten den Meisterschüler des legendären Sergiu Celebidache mit stehenden Ovationen für seine Darbietungen und musikalischen Erläuterungen zu ausgewählten Stücken von Bach, Mozart, Chopin, Händel und van Beethoven...

Ein großer Epiker ohne Pathos am Piano
Der Peruaner lässt das begeisterte Publikum spüren, dass Musik ein geistiger Zustand ist

chJuan José Chuquisengo im Sudhaus von Schloss Seefeld.
Seefeld · Man kann ihn weder als introvertiert, noch als extrovertiert bezeichnen. Juan José Chuquisengo baut am Klavier vielmehr einen eigenen Mikrokosmos auf, bezieht darin die Zuhörer ein und sucht die Verbindung zu ihnen. Doch auf einer rein geistigen Ebene. auf der körperliche Präsenz eine untergeordnete Rolle spielt. Das ausverkaufte Sudhaus des Schlosses Seefeld wurde zu einem einzigen musikalischen Energiefeld, in dem stille Passagen Gebeten glichen und fulminante Virtuosität emotionalen Wallungen.

Mit der transparenten Schlichtheit der beiden Bachchoräle machte Chuquisengo empfänglich, öffnete die Sinne, lehrte das Hören. John Foulds (1880 - 1939), dessen minimalistische Experimente mit der Musik ferner Kulturen momentan neu entdeckt werden, konnte die kontemplative Versenkung mit Ghandarva-Music meditaiv vertiefen. Das wäre passiert, wenn Bach nach Indien gelangt wäre, konstatierte einst ein Zeitgenosse Foulds' – und Chuquisengo gab ihm recht. Musik als geistiger Zustand und nicht als Folge von Tönen wurde so zur Voraussetzung für die weiteren Interpretationen. Doch keinesfalls esoterisch gehaucht. Die Chaconne in G-Dur HW 435 von Händel entwickelte gar ein insgesamt wuchtiges Klangerlebnis, dessen Verlauf von zarter Kantabilität bis zu sinnlichen Tonfluten reichte. Beethovens Sonate op. 13 c-Moll konnte dann daraus wie ein Denkmal erstehen – in sich ruhend, unspektakulär, und doch unerschütterlich. Der langsame Mittelsatz, Adagio cantabile, weckte die wehmütige Erinnerung in berührender Schönheit an dessen Ursprung.

Die Pause musste sein, war aber ein Verlust, denn Mozart setzte da an, wo Beethoven entschwand. Trotz mozartscher Klarheit und melodischer Schönheit seiner grandiosen Erfindungen wuchs die Sonate a-Moll KV 310 zu einer imposanten Größe an. Das Andante relativ zügig und die Rahmensätze nicht allzu rasant gespielt, bekam das exakt Perlende der Töne eine eigene Qualität. Es war ein leichtes Monumet, das aber mit luftigen Höhen ebenso wie schattig-diffusen Bereichen geformt erschien. And diesen Erzählstil konnte Chopin nahezu nahtlos anknüpfen, zumal die Ballade f-Moll op. 52 tatsächlich nach einer litauischen Sage entstanden war.

Allerdings ist Chuquisengo kein Plauderer, als vielmehr ein weitatmiger Epiker ohne Pathos. Er fesselte im Detail, pointierte, ohne dick aufzutragen, schaffte aber auch Atmosphäre, wenn Chopin Geheimnisse hatte. Sein Scherzo b-Moll op. 31 zum Abschluss wirkte denn auch nahezu entfesselt und gänzlich im Dienst virtuoser Elegie und kantabler Schönheit. Der Höhepunkt und poetische Erleuchtung, aber auch Rückkehr zur Erde. Der Kreis schloss sich, alles war gesagt. Trotz frenetischen Beifalls und lang anhaltenden Applauses durfte keine Zugabe folgen
Reinhard Palmer, Süddeutsche Zeitung, 27. September 2005

Juan José Chuquisengo und die Reichenhaller Philharmonie:
Klavierkonzert d-moll op. 15 von Johannes Brahms

"Triumph für alle Beteiligten
... Vor der Pause erklang eines der mächtigsten Werke von Johannes Brahms, sein von jugendlichem 'Sturm und Drang' erfülltes Erstes Klavierkonzert d-moll op. 15. Solist war der Peruaner Juan Chuquisengo. Chuquisengo ist ein einzigartiges Phänomen. Bis dato unbekannt, erschien vor zwei Jahren eine Ravel-CD bei Sony, die überall hymnische Kritiken einfuhr. Jetzt im November kommt seine nächste Sony-CD, ein spannendes Programm unter dem Titel 'Transcendent Journey'. Über die Brahms-Aufführung ist eigentlich nur Bestes zu berichten. Schon die Orchester-Einleitung, deren harscher Tonfall normalerweise selbst Spitzenorchestern sehr spröde von der Hand geht, überraschte mit fein ausgespielter Motivik, reich schattiertem Tonfall, und das Geschehen nahm mit einer mitreißenden Unwillkürlichkeit seinen Lauf, dass man hätte meinen können, die Musik entstünde just in diesem Moment, ganz neu. Dieser Brahms war in einem Maße spannend, unerwartet, die emporschießenden Kontraste auf unvorhersehbare Weise wieder auffangend, wie ich dies bisher nicht erlebt habe. Natürlich muss man auch als erfahrener Hörer wirklich "leer" sein – ohne Erwartungen, ohne Besserwissereien –, um für eine so außergewöhnliche Qualität des Musizierens offen sein zu können. Man konnte nur staunen, auf welch hohem Niveau das Orchester unter Mandls suggestiver, nie übertriebener Stabführung den feinen Nuancierungen und energetischen Kaskaden des Solisten folgte und im selbstbewussten Dialog agierte. Chuquisengo treibt, dem schlechten Flügel ein Maximum an Farben abtrotzend, die Gegensätze ins äußerste Extrem zwischen vulkanischer Eruption und versonnenster Nachtstimmung. Seine rhythmische Brillanz und sein Drive, die subtilste Feinabstufung harmonischer und melodischer Bögen, die Direktheit und Poesie des Ausdrucks, die unsentimentale Innigkeit und weittragende Spannkraft im meditativen Mittelsatz und die virtuose, nie mechanische Agilität im Finale: all das begeisterte das Publikum, das Chuquisengo Ovationen darbrachte. Hoffentlich kommt er bald wieder nach Bad Reichenhall, wo für die Philharmoniker mit Thomas Mandl eine neue Ära angebrochen ist, die das Orchester weit über alle Erwartungen hinaus wachsen lässt. Dieses Konzert war ein Triumph für alle Beteiligten."
Süddeutsche Zeitung, 20.10.2004

Juan José Chuquisengo und die Sueddeutsche Kammersinfonie spielen das Klavierkonzert d-moll (KV 466) von Wolfgang Amadeus Mozart

"...Ein Hochgenuss war der Vortrag des "Konzertes für Klavier und Orchester" d-moll (KV466) von Mozart durch den in Peru geborenen, jetzt weltweit wirkenden Pianisten Juan José Chuquisengo und Peter Wallingers Orchester. Das im ersten Satz kompositorisch etwas verschlungene, aber im Grunde klassisch angelegte Konzert, das mit dem Romanze-Mittelsatz und dem Final-Rondo zwei wundervoll melodieträchtige und zuletzt auch rhythmisch fulminante Teile hat, wurde großartig dargeboten. Hoch sensibel im Anschlag, technisch über alle Schwierigkeiten erhaben, und gestalterisch sehr feinfühlig spielte der Solist seinen Part einschließlich der beiden großen Kadenzen. Vom synkopierten Anfang mit der Bass-Floskel über die bekannte Romanze-Melodie bis zum raketenartig auffahrenden Finalthema entwickelte das Orchester in feiner Abstimmung von Tempo, Lautstärke und Tongestaltung seinen Beitrag vorzüglich..."
Helmut Müller, Bietigheimer Zeitung, 10.12.2003

Höchstmaß an lyrischer Farbigkeit

Das Jugend-Symphonie-Orchester München überzeugt im Herkulessaal mit guten Solisten

Beethovens Tripelkonzert ist leider nur selten zu hören, denn das anspruchsvolle Werk verlangt als Solisten ein Klaviertrio, das solistische Brillanz mit kammermusikalisch präzisem Zusammenspiel verbindet. Für das Konzert des Jugend-Symphonie-Orchesters München im Herkulessaal hatte man hierfür drei junge, aber bereits preisgekrönte Musiker verpflichtet - eine exzellente Wahl.
Den schwierigsten Part hatte die Cellistin Ulrike Hofmann. Sorgsam kommentierte sie mit warmem, näselndem Ton die Stichworte, die das von Alejandro Vilar dezent geleitete Orchester ihr gab, bravourös-energisch nahm sie die Bälle auf, die ihr die Geigerin Ariadne Daskalakis zuspielte. Aus dem relativ schlichten, ursprünglich für Beethovens Gönner Erzherzog Rudolf bestimmten Klavierpart kitzelte Juan José Chuiquisengo ein Höchstmaß an lyrischer Farbigkeit heraus...
SEBASTIAN WERR, Süddeutsche Zeitung, 02.10.2003

Lesen Sie weitere Konzertkritiken über das Tripelkonzert, aufgeführt in Herrsching und Ulm hier

Juan José Chuquisengo: Pianistische Genauigkeit

Es ist eine ebenso seltsame wie erstaunliche Doppelbegabung, die das Spiel des peruanischen Pianisten Juan José Chuquisengo auszeichnet. Während man sich beispielsweise bei seiner Interpretation von Mozarts Sonate KV 333 in B-Dur im Kulturforum fragt, ob man dieses streckenweise sehr lieblich angelegte Werk wirklich mit derart unsentimental-analytischem Anschlag durchdringen kann, stellt sich auf der anderen Seite das Gefühl ein, man sollte es auf jeden Fall so und nur so tun. Und immer wieder scheint der extreme Individualismus, den der Klavierspieler präsentiert, auf rätselhafte Weise zugleich eine objektive Lesart anzudeuten.

Diesen Eindruck gewinnt man bereits bei den zwei Danzas argentinas Alberto Ginastera, mit denen der in München lebende Musiker sein Konzert beginnt, es verstärkt sich weiter, als Chuquisengo den Flügel für seine Interpretation von georg Friedrich Händels Chaconne G-Dur 229 fast gänzlich schließt. Das Rsultat ist von cembalistischer Klarheit, und weil der Deckel den Rest des Abends in dieser Position bleibt, wirkt auch der Mozart des Celibidache Schülers leicht barockisiert. Erstaunlich bei alledem der sparsame, aber messerscharf dosierte Pedaleinsatz: Maurice Ravels Ma mère l'oye wird zu einer bis ins kleinste Detail ausgeformten Feinzeichnung, bei der Chuquisengo extreme Forte-Ausbrüche einsetzt, um die sich parallel entwickelnden Affekte zu kontrastieren"

Mit preußischer Strenge nimmt der Pianist nach der Pause sowohl Johann Sebastian Bachs Toccata in c-moll BWV 911 als auch Robert Schumanns Toccata op. 7, bevor er mit Frédéric Chopins Ballade N. 1 op. 23 in g-moll und dem Scherzo N. 2 op. 31 in b-moll noch einmal unterstreicht, wie wenig Salon man hier entdecken muß, wenn man mit so viel chirurgischer Genauigkeit vorzugehen vermag.
ost, Kieler Nachrichten, 19. September 2003

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"Ein Philosoph am Klavier
Juan Chuquisengo vereint Virtuosität und Interpretation
Ismaning · Die Kunst, den Klang in allen Feinheiten in sich aufzunehmen, durch den Körper fließen zu lassen als Energiequelle, die Kunst, diesen Klang in eine Sprache zu verwandeln, die in vollkommener Harmonie mit dem Selbst und der Natur steht, diese Kunst trägt der in Peru geborene Pianist Juan José Chuquisengo in sich. Das mag zum einen daran liegen, dass er seit seiner Kindheit dem Kleinen große Bedeutung beigemessen hat, um zu überleben, sich nicht in den Schwierigkeiten seines Landes zu verlieren. Sozusagen nach dem Motto: Wer das Kleine lieben gelernt hat, wird mit dem Großen behutsamer umgehen. Zum anderen daran, dass er sich in seiner Karriere sieben Jahre Zeit genommen hat, Innenschau zu halten, also nicht nur die musikalische Perfektion in technischer Hinsicht zu vervollkommnen, sondern nach dem Warum und den Zusammenhängen von Mensch, Klang und Musik zu fragen. Diese Auseinandersetzung spürt man bei seinem Spiel in jedem Ton. nicht umsonst charakterisierte Sony Classical die vor kurzem erschienene CD von Chuquisengo mit Werken von Maurice Ravel mit dem Titel "Philosoph am Klavier".
Der Ruf des sensiblen Pianisten war ihm wohl vorausgeeilt. Denn der Ismaninger Schlossaal war schon lange nicht mehr so voll gewesen. Stühle mussten herangeschafft werden. Die Zuhörer wurden dann auch nicht enttäuscht, im Gegenteil. Das Konzert war nicht nur ein musikalischer Hochgenuss, sondern hinterließ Spuren im Herzen. Das Programm, gespickt mit technischen Höchstleistungen, fächerte die Bandbreite des Pianisten hervorragend auf. Die zwei argentinischen Tänze von Alberto Ginastera (1916–1986) nimmt Chuquisengo mit kraftvollem, federndem Anschlag. Die leichte Melodie baut der Pianist aus. Mal in zartem Piano, mal in donnerndem Forte legt sie sich dominierend über die begleitende Stimme und wird dramatisch inszeniert. Der letzte Ton verklingt im Nichts.
Ähnlich verfährt Chuquisengo mit zwei Werken von Isaac Albeniz. Er erzählt Geschichten, dramatische, liebliche; er erzählt Geschichten, die zu Bildern werden. Virtuos und mit einer fast selbstverständlichen technischen Brillanz formt er die kompositorischen Vorgaben stilsicher zu einer eigenwilligen Neuauflage. Kein Wunder, dass ihm da Ravel wie auf den Leib geschrieben scheint. Hier tobt sich der Pianist aus, zeigt alle Facetten seines Könnens, so unglaublich leicht, so unglaublich vielseitig. Die Tremolo-Ekstasen lösen sich in weiche Modulation auf. Immer ist das Feld der Dynamik Chuquisengos Spielwiese, Pausen verleihen Raum und spannungsgeladene Tiefe. "Jeux d'eau", 1901 komponiert, vereint Ravels technische Neuerungen. Und Chuquisengo vereint Virtuosität und Interpretation.
Mozarts Sonate in B-Dur (KV 333) erklingt dagegen fast schwer, die spielerische Leichtigkeit scheint verflogen. Der federnde Ansatz, den der Pianist verinnerlicht hat, ist hier eher störend, auch die zu rasant genommenen Tempi. Chopin dagegen wird wieder zu einem fulminanten Erlebnis. Wie wunderbar weich und dennoch akzentuiert perlen die Läufe dahin. Weit sind die Etüden davon entfernt, zu bloßen Übe-Stücken degradiert zu werden. Sie erzählen unter den Händen von Chuquisengo Geschichten, wie fast alle Stücke, die er interpretiert. Und diese Geschichten nimmt man mit nach Hause."
Nicole Graner, Süddeutsche Zeitung, 21. Juli 2003

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"Ein argentinisches Feuerwerk:
Juan José Chuquisengo begeistert sein Publikum im Schloss Seefeld . Mit einem virtuosen Feuerwerk aus den „Danzas Argentinas" von Alberto Ginastera endete am Sonntagabend ein außergewöhliches Klavierkonzert im Schloss Seefeld. Ein restlos begeistertes Publikum dankte dem peruanischen Pianisten Juan Jose Chuquisengo mit stürmischen Beifall und lautem Bravo für ein besonderes Konzerterlebnis. Gleich mit seinen ersten zwei Stücken, ebenfalls Tänze des südamerikanischen Komponisten Ginastera, vermochte Chuquisengo eine immens Spannung und Faszination im Saal des Sudhauses zu erzeugen, die sich erst nach der letzten Zugabe löste. Es war die tiefe Sensibilität und Konzentration in dem Spiel des Pianisten, die sich sofort ausbreitete und auf die Hörer übertrug. Einfühlsam interpretierte Chuquisengo gleich auch die zwei Stücke „Evocacion" und „El Puerto" aus der technisch anspruchsvollen, sperrigen Suite „Iberia" von Issak Albeniz. Mal das Temperament verhalten, dann wieder kraftvoll vorantreibend ließ er reiche Klangfarben miteinander verschmelzen, schuf fließende Übergänge, um sofort wieder mächtige Kontraste entstehen zu lassen.
Mit großem Gespür für Nuancen und musikalische Zusammenhänge widmete sich der langjährige Schüler Sergiu Celibidaches den Stücken „Jeux d'eau" und „Ma mere L'oye" von Maurice Ravel: er lieferte ein klares Bild der Strukturen von jedem Werk und erreichte mit seiner einwandfreien Spieltechnik eine einzigartige Klangschönheit. Mit atemberaubenden Läufen beherrschte er die Klaviatur, den Anschlag immer differenziert und sensibel, und zeigte große dramatische Gestaltungskraft. Denn es ist eben nicht nur die technische Brillanz, die seinen musikalischen Ausdruck ausmacht: es ist die absolute, fast schon schmerzliche Hingabe, mit der Chuquisengo durch sein Spiel die eigenen inneren Welten zu vermitteln scheint.
Feinfühlig, vielfarbig und voller Klangpoesie seine Interpretation der „Sonate KV 333 in B-Dur" von Mozart.
Der letzte Teil des Konzerts gehörte Werken von Chopin: Vier Etüden,die „Ballade N. l Op. 23 in g-moll" und „Barcarolle in Op. 64 in Fis-Dur": mit tiefer Ernsthaftigkeit, Intensität und seinem virtuos-gefühlvollen Klavierstil interpretierte er, schuf harmonische Differenzierungen, drängend, steigernd, um sofort jegliches Tempo aus seinem Spiel herauszunehmen. Eine Synthese aus großer pianistischer Brillanz, tiefer Sensibilität und starker emotionaler Kraft."
Süddeutsche Zeitung, Nicola Seipp, 1. April 2003

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"... Glanzvoller Höhepunkt des Konzerts war zweifellos der Auftritt des peruanischen Pianisten Juan Chuquisengo, der mit Sensibilität George Gershwins "Rhapsody in Blue" zu einem wirklichen musikalischen Ereignis werden ließ. Mit Selbstbewusstsein und stählerner Selbstsicherheit meisterte Chuquisengo den organischen Übergang zum Blues-Mittelteil der Rhapsody. Vor allem der aufwärts gleitende Glissandoeffekt des ersten Klarinettisten wirkte elektrisierend, und das Publikum honorierte die musikalische Umsetzung des amerikanischen Temperaments mit stürmischem Beifall."
Eichstätter Kurier, 19. Juni 2002

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"Blown Away By Chuquisengo.
Ravel's "La Valse" begins with elemental skirls that gather energy from a barely discernible waltz rhythm. The piece gradually expands in volume and intensity, and as it grows ever larger it amasses a savage, eruptive power that finally detonates...a waltz blown asunder by a composer-assassin who, on the heels of World War I, pulverized a form that had come to represent for him the epitome of a cruel era. Peruvian pianist Juan Jose Chuquisengo ended his impressive recital Thursday evening at the Inter-American Development Bank's Cultural Center in downtown Washington with the seldom played piano version of 'La Valse'. In Chuquisengo's hands. this remarkable work actually sounded more frightening than I have ever heard it in Ravel's orchestrated version--mock elegant at the edges, consumed with searing violence at the center, and furious throughout with electric energy. Chuquisengo remained in firm control of this monster, never losing sight of the long line, never permitting detail to overwhelm the whole. This was an achievement--a large-scale, athletic performance that captured a mountain of sound. Ginastera's sprawlingly discursive Sonata No. 1 lacks heart, but Chuquisengo welded it together with a welcome combination of analytical musicianship and urgent virtuosity; his pile-driving command of the nasty octave passages in the finale was sportive fun, and his beautifully calculated pedal effects in the slow movement shimmered with mystery."
The Washington Post, Ronald Broun, October 14, 2000

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"Nach dem gespenstischen Scherzo (Ginastera, Sonate
op 22) und dem zutiefst schmerzvollen Adagio war die Spannung im Saal so groß, dass absolute Stille herrschte.
In der abschließenden Toccata setzte Chuquisengo eine urtümliche Kraft frei, die den Flügel zu sprengen drohte. Niemand dürfte zur Zeit die Musik südamerikanischer Komponisten so überzeugend und spannend spielen."
Weserkurier 1/00

"Klavierliteratur genial aufgeblättert. Ein Ausnahmepianist, den die restlos begeisterten Zuhörer bei seinem Wartenburger Konzert erleben durften. Ein gefühlvoll differenzierter Anschlag, perfekte Finger- und Spieltechnik, traumwandlerische Sicherheit, bei atemberaubenden Läufen über die gesamte Klaviatur, überzeugender Pedaleinsatz
– alle diese unabdingbaren Voraussetzungen für einen Pianisten vergißt, wer den über weite Strecken mit fast geschlossenen Augen spielenden Peruaner hört. Da werden Akkorde und Tonfolgen zu vom Pianisten innerlich erlebten und über das Klavier unmittelbar und überzeugend an den Zuhörer vermittelten Musik und damit zum Innersten ergreifenden musikalischen Erlebnis."
Münchner Merkur 11/99

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"Ein Mystiker am Piano... Fast ein Leben ließ er mit vier Klavierstücken von Franz Schubert Revue passieren. Mit (ihnen) zeichnete er... ein sensibel vorgetragenes Bild des immer schwermütiger werdenden Komponisten... (Beethovens Mondscheinsonate) machte Juan José Chuquisengo durch Schlichtheit und Klarheit zum Genuss, Auch theatralische Momente verleiteten ihn nicht zu manieriertem Pathos... Dass Juan José Chuquisengo sich auch bei den großen Gefühlen nicht in Spielereien verliert, zeigte sich mit der Sonate des argentinischen zeitgenössischen Komponisten Alberto Ginastera. Grandiose wilde Landschaften wechselten hier mit Momenten voller Mystik... mitreißend und gleichzeitig einfühlsam gespielt... Der Pianist besitzt die Fähigkeit, faszinierende Welten sichtbar zu machen."
Süddeutsche Zeitung 11/99

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"Mann für Wege im Liszt-Labyrinth... (h-moll Sonate von Liszt) Chuquisengos künstlerische Qualitäten sind sofort präsent, zu phantastischer Fingerfertigkeit stoßen Herz und Hirn: Liszts Gipfelwerk, das der Pianist als 'menschliches Drama im Herzen' verstanden wissen will, erklingt in geistiger und musikalischer Durchsicht, ein Bekenntnisstück mit klarer Architektur."
Erlanger Nachrichten 2/99"Klavier als orchestraler Kosmos. (La Valse – Ravel): das schroffe Gegeneinander kontrastierender Klangflächen, die niemals oberflächliche Brillanz der Virtuoso-Passagen ...war Teil einer Interpretation, die vor allem durch ihre unbeirrbare und tiefe Ernsthaftigkeit beeindruckte."
Kieler Nachrichten 11/98

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"Chuquisengo erzeugt den Eindruck, daß der ganze Raum, den er über der Klaviatur mit den Armen durchmißt, zum Klanggeschehen dazugehört... Das Ergebnis: Unter seinen Händen klingt der Flügel wie unter seinem Mentor Celibidache ein Orchester."
Weserkurier 11/98

"Chuquisengos lyrische Zurücknahme gibt seinem Bach-Spiel die silbrige Transparenz, am schönsten in den sanften Flötenfarben der Allemande und der intim ausgesungenen, sehr differenziert phrasierten Sarabande."
Der Tagesspiegel Berlin 6/98

 

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"Chuquisengos Spiel wirkte durch seine Intensität, als wären die Stücke aus dem Augenblick neu geschaffen. Seine Persönlichkeit ist ganz Musik geworden, daher ist er in jedem Kompositionsstil zuhause."
Südkurier Stuttgart 4/98

"His fantastic rendition of Ravel's fiendishly difficult La Valse was completely wonderful, covering every nuance of mood and colour in that troubling score. A thrilling tour de force!"
The Ottawa Citizen 12/97

 

"Hier war eine große und ernsthafte Begabung am Werk. Wie er die extrem anspruchsvollen Werke Ravels und Mussorgskys spielte, das bedeutete höchste interpretatorische Klavierkunst."
Bonner Generalanzeiger 5/96

 

"Ein äußerst kraftvolles Klavierspiel, wagemutig und größte Intensität... ein Klavierabend voll zwingender und dramatischer Aussagekraft."
Washington Post 2/97

 

"Beim Hören seines Bach-Spiels erlebte man das Wunder der musikalischen Meditation. Dieser Pianist hat die Fähigkeit, die inneren Schätze der Musik zu entdecken und sie in ihrer Größe und Tiefe zu offenbaren."
El Comercio Lima 3/96

 

"Die Händel-Variationen von Brahms wurden mit vollendetem Gleichgewicht von Logik und Ekstase, Zartheit und überwältigender Majestät vorgetragen."
Die Welt Tifilis 11/96

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