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Konrad von Abel

von abel1Konrad von Abel, 1958 in Stuttgart geboren, erhielt dort seine erste musikalische Ausbildung bei den Hymnus-Chorknaben. Bereits im Alter von 17 Jahren lernte er Sergiu Celibidache kennen und empfing von dessen Art zu musizieren die entscheidenden Impulse. Von Abel setzte parallel zum Klavier- und Musiktheoriestudium an der Musikhochschule Stuttgart, das er 1983 mit dem künstlerischen Diplom abschloss, seine Dirigierausbildung in den Meisterkursen Celibidaches fort. Von 1986 bis 1989 studierte er zudem Philosophie (Prof. Henrich) und Musikwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
 
Während er von 1986 bis 1996 künstlerischer Assistent Celibidaches bei den Münchner Philharmonikern und verantwortlicher Dozent für dessen Dirigierklasse war, entfaltete von Abel umfangreiche internationale Dirigieraktivitäten. Er leitete u.a. das Orchestra Sinfonica Siciliana Palermo, die Münchner Philharmoniker, das Symphonische Orchester Bern, das Orchestra Sinfonica di Bari, das Orchestra Alessandro Scarlatti di Napoli, das Orchestre Régional de la Picardie Amiens, das Sinfonieorchester der Scuola di Alto Perfezionamento Musicale Saluzzo, das Kokkola Orchestra (Finnland), das Orquesta Sinfónica di Carabobo (Venezuela) und das Akademieorchester der Toho Gakuen School of Music (Japan).

Von 2004 bis 2006 war er künstlerischer Direktor des Symphonieorchesters des Conservatoire National de Musique de Bordeaux.

Als Gründer und ständiger Dirigent des > MonteverdiChores München gibt er mit diesem hochqualifizierten A-
cappella-Ensemble regelmäßig Konzerte in Deutschland und im benachbarten Ausland.

konradvonabelDie zur Verwirklichung seiner musikalischen Vorstellung nötigen Arbeitsbedingungen sind im herkömmlichen Musikbetrieb immer seltener zu finden. Um eine Umgebung zu schaffen, die die Verfolgung seiner musikalischen Zielsetzungen begünstigt, hat er die Académie Internationale de Musique/Association Celibidache nahe Besançon aufgebaut. Mit dem > Orchestre des Régions Européennes, das er 1999 dort ins Leben gerufen hat, gastiert er mit großem Erfolg in Frankreich, Mexiko und Deutschland.

Einen Teil seiner Zeit widmet er Seminaren über Phänomenologie der Musik und Meisterklassen in Kammermusik in Paris und München. Seine Chordirigierseminare und Orchesterdirigierkurse in Frankreich, in Belgien, in Deutschland und in der Tschechischen Republik werden von Musikern und Musikinteressierten aus aller Welt besucht.

Der Schwerpunkt von Konrad von Abels Repertoire liegt auf der großen sinfonischen Literatur von den Klassikern über das 19. Jahrhundert (ganz besonders Bruckner) bis zu den Meistern des 20. Jahrhunderts. Von Abel setzt sich außerdem für einige weniger bekannte Komponisten ein wie den überragenden estnischen Sinfoniker Eduard Tubin, die heute fast ganz vergessenen deutschen Komponisten Heinz Tiessen und Heinrich Kaminski, den Schweden Anders Eliasson und den Franzosen Nicolas Bacri. An englischen Komponisten interessiert er sich besonders für Bernard Steven, Edmund Rubbra und Robert Simpson.

2004 initiierte von Abel mit einer Reihe von Konzertprogrammen die Wiederentdeckung Heinrich Kaminskis (1886-1946), einer der bedeutendsten deutschen Komponistenpersönlichkeiten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Auf einer Konzerttournee mit dem Orchestre des Régions Européennes durch Deutschland und nach Lyon wurde das fast einstündige "Werk für Streichorchester" von Kaminski und Stücke von zwei seiner ihm eng verbundenen Schüler, Reinhard Schwarz-Schilling und Heinz Schubert aufgeführt. Mehr Informationen über das Projekt finden Sie HIER

> Konrad von Abel über seinen Lehrer Celibidache - Lesen Sie ein Interview mit Konrad von Abel HIER

 

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